Webdesigner für Handwerksbetriebe: 4 Fragen, bevor du jemanden beauftragst

Illustration: Vier gleich aussehende Anbieterseiten mit Bauhelm-Symbol, eine davon unter einer Lupe, daneben eine Checkliste mit vier Haken.

Du googelst „Webdesigner für Handwerksbetriebe“ und kriegst zwanzig Anbieter, die alle dasselbe versprechen. Modernes Design. Mehr Kunden. Spezialisiert auf dein Gewerk. Stockfoto mit Bauhelm.

Nach der fünften Seite weißt du nicht mehr, was den Unterschied macht. Weil auf den Seiten selbst kein Unterschied zu sehen ist.

„Für Handwerker“ draufzuschreiben ist nämlich kein Beweis für gar nichts. Das ist ein Etikett. Da könnte genauso gut „für Zahnärzte“ stehen, ohne dass sich am Angebot dahinter viel ändert.

Also: vier Fragen, mit denen du das in zehn Minuten rausfindest. Stell sie jedem, mich eingeschlossen. Ich schreib jeweils dazu, was ich selbst antworten würde – dann kannst du vergleichen.

Frage 1: „Wie kommen bei mir heute Anfragen rein?“

Das ist eine Fangfrage. Der Anbieter kann sie nicht wissen – er soll sie zurückfragen.

Wer stattdessen sofort über Design, Farben oder Startseiten-Aufbau redet, hat dir schon geantwortet: Du kriegst eine Vorlage mit deinem Logo drauf.

Was ich antworten würde: Keine Ahnung, sag du's mir. Genau deswegen ist das erste Gespräch bei mir kein Design-Gespräch, sondern eins über deinen Alltag. Bei einem Betrieb, der zu 90 % über Empfehlung läuft, bau ich was anderes als bei einem, der über Google gefunden werden will.

Frage 2: „Was passiert, nachdem jemand das Formular abgeschickt hat?“

Die wichtigste von den vieren. Und die, bei der die meisten ins Schwimmen kommen.

Bei den meisten Anbietern ist die Antwort: Du kriegst eine Mail. Fertig. Alles danach – nachfragen, Termin finden, eintragen, erinnern – machst weiter du, von Hand.

Was ich antworten würde: Kommt drauf an, was bei dir Sinn macht. Bei einem Handwerksbetrieb ist es oft schon viel wert, wenn die Anfrage gleich die richtigen Infos mitbringt, statt dass du dreimal nachtelefonierst. Bei einem Betrieb mit festen Terminen kann noch deutlich mehr automatisch laufen. Das entscheidet sich nicht am Reißbrett.

Frage 3: „Was kann ich danach selbst ändern – und was nicht?“

Da wird's unangenehm für manche. Es gibt Anbieter, bei denen du für jede Kleinigkeit zurückkommen musst. Manche bauen das absichtlich so.

Frag konkret: Kann ich ein Foto tauschen? Einen Preis ändern? Eine neue Leistung dazunehmen? Und wenn nicht: was kostet das dann jedes Mal?

Was ich antworten würde: Alles, was du regelmäßig ändern musst, sollst du selbst können. Ich bau dir dafür eine Stelle, an der du das machst, ohne mich zu fragen. Was du einmal im Jahr brauchst, machen wir zusammen – dafür lohnt sich kein Einarbeiten.

Frage 4: „Wie viel Zeit kostet mich das?“

Nicht wie lange es dauert. Wie viel Zeit es dich kostet. Das ist ein Unterschied.

Wenn jemand sagt „wir melden uns wöchentlich für ein Update“, rechne mal hoch, was das über drei Monate bedeutet.

Was ich antworten würde: Vorweg 15 bis 20 Minuten, damit wir wissen, ob's überhaupt passt. Danach übers ganze Projekt drei bis vier Stunden – ein ausführliches Gespräch, eine Rückmeldung, eine Übergabe. Keine wöchentlichen Termine.

Und wenn dir die Antworten nicht gefallen

Dann nimm jemand anderen. Ernsthaft.

Ich arbeite mit wenigen Kunden gleichzeitig, und das funktioniert nur, wenn's auf beiden Seiten passt. Wenn du jemanden brauchst, der jede Woche einen Call macht und fünf Korrekturrunden mitgeht, bin ich der Falsche – das ist keine Kritik an dir, das passt dann einfach nicht zusammen.

Bei Bujar von Buli-Bau hat's gepasst, und zwar genau an Frage 1. Er kam mit „ich bräuchte mal was Neues“ – und statt über Farben zu reden, hab ich ihn erzählen lassen, was er eigentlich alles macht. Dabei kam einiges raus, das online nirgends stand.

Das ist der ganze Unterschied. Er musste nicht wissen, wie eine Website aufgebaut sein sollte. Er musste mir nur von seinem Betrieb erzählen.

Und wenn du mir die vier Fragen stellen willst: 15 bis 20 Minuten, kostet nichts. Danach weißt du, ob ich der Richtige bin – oder eben nicht.

Artikel gelesen und gedacht: „GENAU DAS fehlt meiner Website“?

Dann wird's Zeit, dass mal jemand wirklich mitdenkt – nicht nur gestaltet.
Du willst wissen, wie du mehr Anfragen über deine Website bekommst?

Dann lass uns gemeinsam draufschauen:
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