Bei mir fängt eine Website mit mehreren Seiten bei 2.000 € an. Website plus die Abläufe dahinter – Anmeldungen, Bestätigungen, freie Plätze – bei 3.500 €.
(Manchmal reicht eine einzelne Seite, auf der alles Wichtige steht. Die gibt es als „Die Eine“ für 1.200 €.)
Das ist die kurze Antwort. Der Rest dieses Artikels erklärt, was in den 2.000 € drinsteckt, was sie nach oben bewegt, und warum bei dir wahrscheinlich etwas dazwischen steht.
Inhaltsverzeichnis
Warum ich das hinschreibe
Weil ich es sonst in jedem Gespräch erkläre.
„Was kostet das ungefähr?“ ist die Frage, die am häufigsten kommt, und sie kommt meistens als Erstes. Wenn die Antwort nirgends steht, telefonieren wir beide zwanzig Minuten, bevor einer von uns weiß, ob das überhaupt zusammenpasst. Das ist für dich verlorene Zeit und für mich auch.
Ich verstehe auch, warum viele keine Preise hinschreiben. Wer eine Zahl nennt, wird darauf festgenagelt. Mir ist es trotzdem lieber, du weißt vorher, woran du bist.
Der Sockel: was in jedem Preis drin ist
Auch die kleinste Website, die ich baue, enthält dasselbe Grundgerüst – die einzelne Seite für 1.200 € genauso wie die für 5.000 €. Das ist der Grund, warum der Preis eine Untergrenze hat: Der Sockel fällt an, egal wie viele Seiten daraufstehen. Was den Preis darüber bewegt, ist der Umfang.
Ein Gespräch, bevor irgendwas gebaut wird. Nicht über Farben, sondern darüber, wie Anfragen bei dir heute reinkommen und was daran nervt. Ohne dieses Gespräch bleibt jede Website eine Vorlage mit deinem Logo drauf.
Die Struktur. Was gehört auf die Startseite, in welcher Reihenfolge, und was gehört bewusst nicht drauf. Das ist die Arbeit, die man am Ende nicht sieht und die den Unterschied macht.
Die Texte. Die schreibe ich, immer. Nicht weil du es nicht könntest, sondern weil kaum jemand über sich selbst gut schreibt. Du lieferst, was du weißt, ich gieße es in Sätze.
Der Bau. Aufgebaut, dass es auf dem Handy genauso funktioniert wie am Rechner. Mehr als die Hälfte deiner Besucher kommt übers Handy.
Das Rechtliche. Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweis, wenn nötig.
Der Livegang. Domain verbinden, prüfen, ob Google die Seite findet, ob die Formulare wirklich bei dir ankommen.
Für die 2.000 € ist der Umfang: Startseite, eine Unterseite, ein einfaches Kontaktformular, Impressum und Datenschutz. Kompakt, aber vollständig – nichts Halbes. Bei „Die Eine“ für 1.200 € fällt die Unterseite weg, alles andere bleibt.
Was den Preis nach oben bewegt
Ab hier wird es dein Fall, und deshalb folgt keine Preisliste. Was ich stattdessen offenlege: worauf ich schaue, wenn ich rechne.
Wie viele Seiten – aber vor allem: wie viele verschiedene. Acht Unterseiten, die alle gleich aufgebaut sind, sind eine Seite und siebenmal Inhalt einfüllen. Vier Seiten, die alle anders aussehen müssen, sind vier Mal die ganze Arbeit. Die Zahl der Seiten sagt wenig, die Zahl der Bauarten alles.
Wie viel Text dazukommt. Jede zusätzliche Seite ist eine Seite, die geschrieben werden muss. Bei acht Leistungen, die alle einzeln erklärt werden sollen, ist das der größere Teil der Arbeit – nicht das Design.
Wie klar dein Angebot schon ist. Manchmal steht es sauber da und muss nur sortiert werden. Manchmal machst du drei Dinge, von denen zwei zusammengehören und eines davon dein bestes ist, und das kommt erst im Gespräch raus. Das ist gut angelegte Zeit, aber es ist Zeit.
Was an Material da ist. Gute Fotos von deiner Arbeit verkürzen alles. Keine Fotos heißt: aussuchen, aufbereiten, manchmal notgedrungen ohne arbeiten.
Sonderfälle, die echte Arbeit bedeuten: zwei Sprachen, Filter über viele Angebote, ein geschützter Bereich.
Zwei Achsen, nicht eine
Der Preis hängt an zwei Fragen, die nichts miteinander zu tun haben:
- Wie viel muss gebaut und geschrieben werden?
- Wie viel soll danach von allein laufen?
Deshalb dieser Satz, der erst falsch klingt: Acht Unterseiten mit einem Kontaktformular können weniger kosten als eine einzige Seite mit einer echten Buchung.
Ein Kontaktformular ist eine halbe Stunde Arbeit. Es nimmt eine Nachricht auf und schickt sie dir. Alles danach machst du – nachschauen, ob der Termin frei ist, zurückschreiben, bestätigen, eintragen, erinnern.
Eine Buchung, die wirklich funktioniert, muss dagegen wissen, was frei ist, sich selbst auf „ausgebucht“ stellen, eine Bestätigung rausschicken, ohne dass du was tust, und dir eine Liste geben, die du ausdrucken kannst. Und du musst all das selbst steuern können, ohne mich zu fragen. Das ist die zweite Achse, und dort liegt der Sprung ins größere Paket.
Wie das bei echten Kunden aussah
Bujar hat einen Handwerksbetrieb – Trockenbau, Akustikbau, Sanierung, und Werbetechnik. Bei ihm gab es viel zu zeigen: zwei Leistungsbereiche, die vorher online gar nicht beide vorkamen, und Referenzen, die nirgends standen.
Buchungen? Braucht er nicht. Er hat keine Termine, die man reservieren müsste, und keine Plätze, die voll werden. Ein Buchungsformular hätte ihm nichts gebracht. Bei ihm war die Arbeit auf der ersten Achse: sichtbar machen, was er kann.
Hanna macht Bauernhofpädagogik. Auch bei ihr gab es einiges zu zeigen – Kindergeburtstage, Ferienprogramm, eine Jahreszeitengruppe, Gruppenbesuche für Kitas und Schulen, dazu Gutscheine. Die erste Achse war also auch nicht klein.
Das meiste lag bei ihr trotzdem auf der zweiten. Jede Anmeldung lief vorher über ein eigenes Formular, keins hat angezeigt, ob überhaupt noch etwas frei war, und Gutscheine hat sie einzeln von Hand abgewickelt – Bankverbindung schicken, aufs Geld warten, Gutschein rausschicken.
Heute meldet sich jemand an, die Bestätigung geht sofort raus, ein volles Angebot schaltet sich selbst ab, und ihre Termine stellt sie selbst online.
Sakura Sushi in Ulm ist der Fall, bei dem beides zusammenkam. Zu zeigen gab es reichlich: 126 Gerichte, viele mit Varianten und eigenen Preisen, dazu Zusatzstoffe und Allergene, die stimmen müssen. Und gleichzeitig sollte man bestellen und einen Tisch reservieren können, mit Bestätigung, ohne dass im Laden erst jemand etwas freigibt.
Beide Achsen also weit oben – und genau deshalb ist so ein Projekt ein anderes als die beiden davor. Nicht weil Sushi komplizierter wäre als Trockenbau, sondern weil zwei verschiedene Sorten Arbeit gleichzeitig anfallen.
Jeder dieser Betriebe hat eine andere Rechnung ergeben, obwohl überall dasselbe Grundgerüst drinsteckt. Deshalb steht hier keine Zahl für deinen Fall.
Was nicht im Preis ist
Damit du nicht hinterher überrascht wirst:
- Hosting. Läuft nie über mich – ein eigener, überschaubarer Posten, den du direkt zahlst. Wie das eingerichtet wird, klären wir im Gespräch
- Die Domain ist in der Regel für die ersten zwölf Monate im Preis dabei. Danach übernimmst du sie selbst – eine überschaubare Kleinigkeit, die aber jedes Jahr wiederkommt
- Bilder. Wenn nichts Brauchbares da ist, ist das ein eigener Posten. Wie wir das lösen, hängt vom Fall ab – manchmal reicht, was du hast, manchmal nicht. Auch das im Gespräch
- Branding – Logo, Farben, Schriften – ist ein eigenes Paket ab 1.250 €. Bei manchen ist das schon da, bei manchen entsteht es zusammen mit der Website
- Betreuung danach ist freiwillig, ab 150 € im Monat. Wenn du dich selbst um Änderungen kümmern willst, musst du das nicht buchen. Ich baue es so, dass du das kannst
Was kostet das bei einer Agentur?
Weil das die Frage ist, mit der die meisten hier landen: Ich nenne keine Preisspannen für andere, die ich mir nicht angeschaut habe. Was ich sagen kann, ist, woran der Unterschied hängt.
Bei einer Agentur bezahlst du Struktur mit: Projektleitung, Abstimmungsrunden, mehrere Leute, die sich untereinander austauschen müssen. Das ist bei großen Vorhaben sinnvoll. Bei einer Website für einen kleinen Betrieb bezahlst du damit vor allem Koordination.
Bei mir redest du mit dem, der es auch baut. Kein wöchentlicher Abstimmungstermin, sondern drei bis vier Stunden über das ganze Projekt verteilt: ein ausführliches Gespräch am Anfang, eine Rückmeldung, wenn die Seite steht, und die Übergabe, bevor sie online geht. Dazwischen liegen jeweils Wochen.
Und beim Baukasten zum Selbermachen bezahlst du mit deiner Zeit statt mit Geld. Das kann völlig richtig sein. Nur rechne die Stunden ehrlich mit.
Wie du zwei Angebote vergleichbar machst
Wenn zwei Angebote weit auseinanderliegen, liegt es fast nie am Stundensatz. Meistens steht in einem etwas drin, das im anderen fehlt. Drei Fragen, die das sichtbar machen:
- Sind die Texte dabei? Das ist der häufigste versteckte Unterschied. „Texte werden vom Kunden geliefert“ bedeutet mehrere Abende Arbeit für dich
- Was passiert, nachdem jemand das Formular abgeschickt hat? Wenn die Antwort „du bekommst eine Mail“ ist, machst du alles danach weiter von Hand
- Was kannst du hinterher selbst ändern, und was kostet es, wenn nicht?Ein Angebot, das nur beim Bauen günstig ist, wird über die Jahre teuer
Und wenn dein Budget darunter liegt
Dann sag es einfach. Oft ist der richtige Weg, kleiner anzufangen – eine Seite, die sitzt, statt fünf, die halb fertig sind. Und manchmal bin ich der Falsche, das erfährst du dann direkt von mir.
Für eine Größenordnung brauche ich weder ein Angebot noch einen Fragebogen, sondern 15 bis 20 Minuten. Die sind kostenlos und unverbindlich, und danach weißt du, mit welcher Zahl du bei dir rechnen musst.
Ich bin Cristian.
Ich baue Websites für kleine Betriebe rund um Dellmensingen – und meistens auch das, was nach der Anfrage passiert: Bestätigung, Termin, Teilnehmerliste.
Ob davon etwas zu dir passt, hängt davon ab, wie bei dir heute Anfragen reinkommen.

