Die neue Seite ist online, sieht gut aus, die ersten Anfragen kommen rein.
Und dann fängt genau die Arbeit an, die eigentlich weniger werden sollte. Schauen, ob der Termin frei ist. Zurückschreiben. Bestätigen. Irgendwo eintragen. Bei Rückfragen nochmal erklären.
Die Seite hat ihren Job gemacht – jemand hat sich gemeldet. Alles danach läuft weiter über dich.
Was da helfen würde, sieht bei jedem Betrieb anders aus. Deshalb hier zwei, bei denen ich das gebaut hab. Die Ausgangslage war ähnlich. Herausgekommen ist jeweils etwas anderes.
Inhaltsverzeichnis
Betrieb 1: Hanna
Hanna Steinle macht Bauernhofpädagogik. Kindergeburtstage, Ferienprogramm, eine Jahreszeitengruppe.
Vorher: Ihre Angebote hingen als Unterseiten auf der Website ihrer Eltern, einem Schweinezuchtbetrieb. Jedes Angebot hatte sein eigenes Formular, keins hat angezeigt, ob überhaupt noch was frei war. Wer's wissen wollte, musste fragen.
Gutscheine liefen so: Bestellung kommt, Hanna schickt die Bankverbindung, wartet aufs Geld, schickt den Gutschein. Jedes Mal von Hand.
Und für einen neuen Termin online musste sie ihrer Grafikerin schreiben und warten.
Was gebaut wurde: Eine eigene Seite – und dahinter eine Stelle, an der Hanna selbst alles steuert: Angebote, Termine, Preise, freie Plätze. Ändert sie da was, ändert sich die Website mit.
Meldet sich jemand an, geht die Bestätigung sofort raus. Die Teilnehmerliste gibt's auf Knopfdruck. Ist ein Angebot voll, schaltet es sich selbst auf „ausgebucht“ – da kann sich niemand mehr anmelden und Hanna muss keine Absagen schreiben.
Hanna fasst es so zusammen: „Der E-Mail-Verkehr hat sich deutlich reduziert.“
Betrieb 2: Bujar
Bujar Mehmeti hat Buli-Bau in Süßen. Trockenbau, Akustikbau, Sanierung – und Werbetechnik.
Vorher: Eine Seite von vor zehn Jahren. Oben „Herzlich Willkommen auf der Homepage der Firma Buli Bau“, darunter drei Kästchen mit Baustellenfotos.
Von der Werbetechnik stand kein Wort da. Die halbe Firma kam online nicht vor. Und seine Referenzen – Volkswagen, Mercedes-Benz, OBI – auch nicht.
Um Buchungen ging's bei ihm dagegen nicht: Er hat keine Termine, die man online reservieren müsste, und keine Plätze, die voll werden können.
Was gebaut wurde:Bei ihm war die Arbeit eine andere: sichtbar machen, was er schon kann. Beide Leistungsbereiche gleichwertig nebeneinander statt nur einer. Die Referenzen hin, wo man sie sieht. Und ein Ton, der zu ihm passt.
Seitdem kommen Anfragen rein, bei denen schon klar ist, worum's geht – statt dass er erst mal erklären muss, dass er das überhaupt macht.
Dieselbe Frage, zwei Antworten
Bei Hanna war die Antwort: eine Stelle zum Selbststeuern und Anmeldungen, die von allein durchlaufen.
Bei Bujar: eine Seite, die endlich zeigt, was er kann.
Beides hat nichts miteinander zu tun. Und trotzdem stand am Anfang bei beiden dieselbe Frage:
Was soll eigentlich passieren, nachdem jemand auf deiner Seite gelandet ist?
Die meisten Websites beantworten sie nämlich gar nicht – die zeigen etwas und hören dann auf.
Die Frage kannst du dir selbst stellen
Nimm die letzten fünf Anfragen, die bei dir reingekommen sind. Und geh durch: Was hast du danach von Hand gemacht?
Zurückgeschrieben. Nachgeschaut, ob was frei ist. Denselben Satz zum vierten Mal getippt. Irgendwo eingetragen. Erinnert.
Alles, was dir da einfällt, ist ein Kandidat. Manches lässt sich abgeben, manches nicht – aber du weißt danach zumindest, wo deine Zeit hingeht.
Erst die Liste, dann das Angebot
Deine Liste kenne ich nicht, bevor du sie mir vorliest. Bei Hanna stand am Ende etwas völlig anderes darauf als bei Bujar – und das war nach dem ersten Gespräch klar, nicht vorher.
Lies mir deine Liste vor, dann sortieren wir sie zusammen. 15 bis 20 Minuten, kostet nichts.
Ich bin Cristian.
Ich baue Websites für kleine Betriebe rund um Dellmensingen – und meistens auch das, was nach der Anfrage passiert: Bestätigung, Termin, Teilnehmerliste.
Ob davon etwas zu dir passt, hängt davon ab, wie bei dir heute Anfragen reinkommen.

