Was auf deiner Website als Erstes veraltet

Illustration: Laptop mit Konfetti und Baustellenband – symbolisiert Website-Launch als Start, nicht als Ende.

Die Seite ist online. Und dann?

Die Seite geht online, du schaust sie ein paar Tage lang öfter an als nötig und zeigst sie herum. Dann kommt der Alltag zurück. Ein halbes Jahr später fällt dir auf, dass da noch der alte Preis steht, oder ein Angebot, das du gar nicht mehr machst. So weit ist das normal – Websites veralten, das lässt sich nicht verhindern.

Was sich verhindern lässt, ist der Zustand danach: dass du es siehst, dir vornimmst, es ändern zu lassen, und es zwei Jahre später immer noch dasteht. Es geht dabei nicht um Pflege als Disziplinübung, sondern um die drei Fragen, die zählen – was altert wirklich, wie oft muss man ran, und warum bleibt es trotzdem liegen.

Es veraltet zuerst, was bei dir neu ist

Was du seit zehn Jahren machst, steht auf der Seite – das war beim Bauen das Naheliegende. Was im letzten Jahr dazugekommen ist, steht nicht drauf. Und ausgerechnet das ist der Teil, bei dem du am ehesten erklären müsstest, dass es ihn überhaupt gibt.

Bujar hat Buli-Bau in Süßen: Trockenbau, Akustikbau, Sanierung – und dazu Werbetechnik. Auf seiner alten Seite stand oben „Herzlich Willkommen auf der Homepage der Firma Buli Bau“, darunter drei Kästchen mit Baustellenfotos. Von der Werbetechnik kam kein Wort vor. Die zweite Hälfte von dem, was er anbietet, gab es online nicht, und seine Referenzen standen auch nirgends.

Das war keine Nachlässigkeit. Die Seite war zu einem Zeitpunkt richtig, an dem es die Werbetechnik noch nicht gab, und danach hat sie niemand mehr angefasst. So entsteht der Abstand: nicht dadurch, dass etwas falsch wird, sondern dadurch, dass dein Betrieb weitergeht und die Seite stehen bleibt. Sie zeigt dich weiter so, wie du an dem Tag warst, an dem sie fertig wurde.

Was tatsächlich altert, ist eine kurze Liste

Was bei Kunden nach ein, zwei Jahren nicht mehr stimmt, ist fast immer dasselbe: Preise. Leistungen, die dazugekommen oder weggefallen sind. Zeiten, zu denen man dich erreicht. Fotos mit Leuten, die nicht mehr da sind. Und Termine, die längst vorbei sind und trotzdem noch angekündigt werden. Das war es im Wesentlichen.

Alles andere hält erstaunlich lange: der Aufbau, die Reihenfolge der Seiten, der Text darüber, was du machst und für wen. Wer du bist und warum jemand zu dir kommt und nicht zum Nächsten, ändert sich nicht jedes Jahr. Deshalb ist „eigentlich müsste die Seite mal komplett neu“ viel seltener die richtige Antwort als „an vier Stellen müsste die Zahl stimmen“.

Vier aktuelle Angaben reichen

Es gibt eine Erzählung, nach der eine Website nur wirkt, wenn du monatlich Artikel schreibst, Besucherzahlen auswertest und dauernd etwas testest. Für einen großen Anbieter mit eigener Marketingabteilung mag das stimmen. Für einen Handwerksbetrieb, ein Restaurant oder ein Ferienprogramm auf dem Hof ist es der sicherste Weg, gar nichts zu tun – weil das Programm so groß ist, dass man es nie anfängt.

Vier aktuelle Angaben auf einer schlichten Seite bringen dir mehr als ein Blog, den du nach dem dritten Artikel liegen lässt. Der ist der einzige Punkt auf dieser Liste, der aktiv schadet: Ein Beitrag mit einem Datum von vor zwei Jahren sagt jedem Besucher etwas über deinen Betrieb, das du so nicht sagen wolltest. Lieber keinen Blog als einen, der stehengeblieben ist.

Der eigentliche Grund, warum es liegen bleibt

In Gesprächen höre ich fast nie „dafür hatte ich keine Lust“. Was ich höre, ist: „Ich komm da nicht rein.“ Hanna kannte das: Für einen neuen Termin auf der Seite musste sie jedes Mal jemand anderen bitten und warten. Bei einer Änderung im Jahr ist das zu verschmerzen. Bei einer im Monat entscheidest du irgendwann, dass es auch ohne geht.

Deshalb gehört die Frage, wer die Seite später ändern kann, an den Anfang eines Projekts und nicht ans Ende. Bei mir bekommst du dafür eine eigene Verwaltung – wie das mit Baukasten, Vorlage und Budget zusammenhängt, steht im Artikel über Vorlagen.

Manchmal steht zwischen dir und der Änderung nicht einmal ein Mensch, sondern eine zweite Stelle, an der dieselbe Zahl noch einmal steht. Bei Sakura Sushi in Ulm hängen an der Speisekarte 126 Gerichte, viele mit Varianten und eigenen Preisen. Ändert sich einer, ist er über Nacht überall hinterlegt, wo er gebraucht wird.

Es stimmt am Anfang, und ein halbes Jahr später stimmt es nicht mehr, weil jemand vergessen hat, es an zweiter Stelle nachzutragen. Das ist der unauffälligste Teil einer Website und trotzdem der Unterschied zwischen einer Seite, die läuft, und einer, die auch in drei Jahren noch läuft.

Änder einen Satz auf deiner Seite, jetzt gleich

Das erledigst du in fünf Minuten selbst. Such dir auf deiner Startseite einen Satz, der nicht mehr ganz stimmt – irgendeinen, er muss nicht wichtig sein. Dann versuch, ihn zu ändern. Nicht planen, nicht überlegen, wen du fragen könntest: einfach anfangen und mitschauen, wie weit du kommst.

Es gibt drei Ausgänge. Entweder du bist in drei Minuten fertig – dann ist deine Seite in Ordnung, und die veralteten Stellen sind nur die, an die du dich nie gesetzt hast. Oder du findest den Zugang, traust dich aber nicht weiter, weil du Angst hast, etwas kaputtzumachen. Oder du merkst, dass du dafür jemandem schreiben müsstest.

Der zweite und der dritte Ausgang sind verschiedene Probleme mit derselben Folge. Das erste Problem löst eine halbe Stunde, in der dir jemand zeigt, wo du drücken darfst und wo besser nicht. Das zweite löst sich nicht von allein und wird jedes Jahr größer, weil der Abstand zwischen deinem Betrieb und deiner Seite weiter wächst.

Wenn du es lieber abgibst

Es muss nicht deine Arbeit sein. Wer die laufende Pflege komplett abgeben will, kann das bei mir ab 150 € im Monat tun, das steht offen bei den Preisen. Sinnvoll ist es, wenn sich bei dir regelmäßig etwas ändert: eine Karte, ein Kursprogramm, Termine, Preise. Dann sparst du dir jedes Mal den Anlauf.

Wenn du zweimal im Jahr eine Zahl korrigierst, brauchst du das nicht. Dann sagst du mir Bescheid, wenn etwas ist, und damit hat es sich. Ich empfehle niemandem etwas, nur weil es sich als Vertrag verkaufen lässt. Was du wirklich brauchst, ist eine Seite, an die du drankommst – alles Weitere ist Bequemlichkeit, nicht Notwendigkeit.

Und wenn du gerade überlegst, deine Seite neu machen zu lassen: Nimm die Frage, was du hinterher selbst ändern kannst, mit ins erste Gespräch. Sie entscheidet mehr über die nächsten fünf Jahre als die Farbwahl. Falls du unsicher bist, ob bei dir ein Neubau nötig ist oder vier Korrekturen reichen, schick mir den Link zu deiner Seite. Ein kurzes Gespräch, kostenlos und unverbindlich – 15 bis 20 Minuten.

Ich bin Cristian.

Ich baue Websites für kleine Betriebe rund um Dellmensingen – und meistens auch das, was nach der Anfrage passiert: Bestätigung, Termin, Teilnehmerliste.
Ob davon etwas zu dir passt, hängt davon ab, wie bei dir heute Anfragen reinkommen.

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